Schwerpunktthema IV
Musiktherapeutisches Songwriting
Ingrid Lukas
Songwriting begleitet mich seit meiner Kindheit, lange bevor es zu meinem Beruf oder Forschungsthema wurde. In meiner Masterarbeit in Musiktherapie beschrieb ich Songwriting als eine „Brücke zwischen Schweigen und Singen“. Dieser Satz ist für mich nicht nur Theorie, sondern meine eigene biografische Erfahrung.
Als ich mit zehn Jahren aus Estland in die Schweiz kam, lernte ich zwar innerhalb kurzer Zeit Deutsch, doch in Gruppen zu sprechen fiel mir lange schwer. Ich schwieg, obwohl so viel in mir war, das sich ausdrücken wollte. Als Jugendliche begann ich, eigene Lieder zu schreiben. Diese Songs wurden zu meinem Ventil und gleichzeitig zu meinem inneren Spiegel und Kompass. In Liedern konnte ich ausdrücken, was sich nicht sagen ließ. Selbstgeschriebene Songs halfen mir, meine Gefühle zu ordnen, zu verstehen und gaben mir eine Stimme. Eine musikalische Stimme.
Was zunächst ein Rettungsanker war, wurde später meine künstlerische und berufliche Heimat. Heute arbeite ich als Sängerin, Komponistin, Stimmcoach und Musiktherapeutin an der Schnittstelle von Kunst und Therapie. In meiner Arbeit als Musikpädagogin mit sozial und schulisch benachteiligten Jugendlichen erlebte ich, wie das Schreiben eigener Lieder Identität, Selbstvertrauen und Ausdruckskraft stärkt. Diese Erfahrungen führten mich zum Studium der Musiktherapie an der UdK Berlin und zur vertieften Auseinandersetzung mit Songwriting im therapeutischen Kontext. In meiner Masterarbeit untersuchte ich, wie musiktherapeutisches Songwriting ein Kind mit selektivem Mutismus unterstützen kann. Die Ergebnisse zeigten, dass das Gestalten eigener Lieder innere Impulse aktiviert, das Erleben von Selbstwirksamkeit und Urheberschaft fördert und damit einen behutsamen Weg zu Ausdruck, Beziehung und Stimme anbahnen kann.
Während meiner fünfjährigen Tätigkeit als Musiktherapeutin in der Schweizer psychosomatischen Rehaklinik Barmelweid sowie meiner nun sechsjährigen Arbeit in der psychiatrischen Klinik Sanatorium Kilchberg durfte ich gemeinsam mit Patientinnen und Patienten zahlreiche Songs schreiben. In diesem klinischen Setting erlebe ich immer wieder, wie musiktherapeutisches Songwriting Menschen dabei unterstützt, innere Zustände nach außen zu bringen, Emotionen zu regulieren, Selbstwirksamkeit zu erfahren und neue Beziehungserfahrungen zu ermöglichen.
Musiktherapeutisches Songwriting verstehe ich dabei nicht als eine Technik mit festem Ablauf, sondern als einen lebendigen, dialogischen Prozess. Er orientiert sich an der Lebenswelt, den Ressourcen und dem individuellen Tempo der jeweiligen Person. Diese offene, klientenzentrierte Haltung bildet die Grundlage meines musiktherapeutischen Arbeitens und sie prägt auch die folgenden theoretischen Überlegungen zu musiktherapeutischem Songwriting, seinen Grundlagen, Zielen und Anwendungsfeldern.
Musiktherapeutisches Songwriting
Songwriting ist für mich ein zutiefst menschliches Phänomen. Schon immer haben Menschen Lieder geschrieben, um ihre Geschichten, Gefühle und inneren Bewegungen hörbar zu machen. Immer wieder berührt mich, wie aus einer Improvisation langsam eine Melodie entsteht, sich verdichtet, wiederholt und schließlich ein Lied wird. Manchmal sind zuerst die Töne da, manchmal die Worte, die nach Klang suchen, um das auszudrücken, was innerlich in Bewegung ist.
Musiktherapeutisches Songwriting bedeutet für mich, dass Klient:in und Therapeut:in im geschützten therapeutischen Raum gemeinsam ein eigenes Lied entstehen lassen. Der Mensch mit seiner Lebenswelt steht dabei im Zentrum. Der kreative Prozess selbst ist bereits heilsam: Das Lied bietet einen geschützten Raum, in dem Gefühle und Gedanken Platz finden dürfen, die im Gespräch oft keinen Ausdruck finden. Durch die Wiederholbarkeit werden auch emotional stark berührende Inhalte handhabbar und integrierbar. Im kreativen Prozess werden Ressourcen sichtbar, neue Bedeutungen können entstehen und Beziehung kann wachsen – sowohl die Beziehung zwischen Therapeut:in und Klient:in als auch gleichzeitig die Beziehung zur eigenen Lebensgeschichte.
Ziele und Wirkfaktoren
Durch musiktherapeutisches Songwriting entsteht ein Raum, in dem Gefühle hörbar werden dürfen. Gedanken, Emotionen und innere Bilder finden in Worten und Klängen Ausdruck und können so nach außen gebracht werden. Das wirkt oft entlastend, reduziert inneren Druck und schafft Abstand zu belastenden Erfahrungen.
Durch das Schreiben und Aufnehmen eines eigenen Liedes erleben viele Menschen Selbstwirksamkeit und Identität: „Ich habe meine Melodie initiiert, meinen Text erfunden, meine Musik gestaltet und mein Produkt, mein Lied erstellt. Das bin ich.“ Das fertige Lied wird zu einem Spiegel innerer Kraftquellen und kann im Alltag Halt geben. Musik, Sprache und Beziehung wirken dabei zusammen. Sie vertiefen emotionale Prozesse, fördern Einsicht und ermöglichen neue Perspektiven. So entsteht etwas Sinnvolles, das über die einzelne Sitzung hinaus weiterwirkt.
Einordnung in Forschung und Praxis
Als Methode ist musiktherapeutisches Songwriting nicht nur erfahrungsbasiert, sondern wird seit mehreren Jahrzehnten auch wissenschaftlich untersucht. Internationale Studien und Praxisberichte zeigen übereinstimmend, dass das Schreiben eigener Lieder emotionale Verarbeitung, Selbstwirksamkeit und Beziehungsfähigkeit fördern kann – unter anderem in der Psychiatrie, in der Arbeit mit Kindern und Jugendlichen sowie in der Onkologie (u. a. Baker & Wigram, O’Callaghan, Silverman, Aasgaard). Die wachsende Forschungslage unterstreicht, was sich in der Praxis immer wieder zeigt: Musiktherapeutisches Songwriting kann ein wirksamer, tragfähiger und zutiefst menschlicher therapeutischer Zugang sein.
Typische Anwendungsbereiche
Songwriting wird in unterschiedlichen musiktherapeutischen Kontexten eingesetzt. In der Onkologie und Palliativarbeit kann es einen Raum eröffnen, um sich mit Vergänglichkeit, Abschied und existenziellen Fragen auseinanderzusetzen oder persönliche Botschaften zu hinterlassen.
In der Psychiatrie wird die Arbeit mit selbstgestalteten Liedern meist im Einzelsetting genutzt, um Selbstwert, innere Klärung und den Ausdruck von Gedanken, Gefühlen und Fantasien zu fördern. Für Jugendliche ist musiktherapeutisches Songwriting eine besonders passende Intervention, da Musik in der Adoleszenz identitätsstiftend wirkt und Zugehörigkeit vermittelt. Auch in Trauerprozessen kann das Schreiben eigener Lieder stabilisierend und stärkend wirken.
Bei Erwachsenen mit frühen Traumatisierungen ermöglicht musiktherapeutisches Songwriting eine behutsame Annäherung an belastende Erfahrungen und unterstützt die Arbeit an Selbstwert, Emotionen und Vertrauen. Auch in der Arbeit mit Menschen mit Demenz, Autismus oder geistiger Beeinträchtigung eröffnet das Schreiben eigener Lieder Zugänge zu Erinnerung, Beziehung und Selbstwirksamkeit. Das eigene Lied wird dabei zu einem sicheren Ausdrucksraum, der Verbindung schafft – zu sich selbst und zu anderen.
Vorgehensweise: Phasen des Songwriting-Prozesses
Musiktherapeutisches Songwriting entfaltet sich in einem Prozess, der sich an der jeweiligen Person, ihrem Tempo und ihren Möglichkeiten orientiert. Es geht darum, der eigenen Geschichte Raum zu geben und das auszudrücken, was im Inneren wesentlich ist. Der bekannte Musiktherapeut Fritz Hegi bringt diese Haltung poetisch auf den Punkt:
„Ich erzähle meine Geschichte
und betone,
was mir wichtig ist.
Ob streiten oder lachen,
fürchten oder trauern,
ich schreibe oder singe es heraus.
Ich bin mein Lied.“
Auch wenn jede Arbeit individuell verläuft, lassen sich dennoch sechs grundlegende Schritte beschreiben, die sich in der musiktherapeutischen Praxis bewährt haben.
1. Einstieg und Themenfindung: Am Anfang steht das Ankommen. In einem geschützten und sicheren Rahmen wird gemeinsam erkundet, welches Thema, welches Gefühl oder welche innere Bewegung Ausdruck finden möchte. Dies geschieht oft im Gespräch, manchmal auch über erste musikalische Impulse oder das gemeinsame Anhören eines Liedes. Ziel ist es, Vertrauen aufzubauen und einen Raum zu öffnen, in dem persönliche Inhalte willkommen sind.
2. Texterarbeitung: Im nächsten Schritt entstehen Worte. Klient:innen erzählen, schreiben einzelne Begriffe, Sätze oder Bilder auf, die sich im dialogischen Prozess nach und nach zu Liedzeilen verdichten. Dabei geht es vor allem um authentischen Ausdruck. Ich begleite diesen Prozess unterstützend, achte jedoch darauf, dass die Sprache aus der inneren Welt der Klient:innen heraus entsteht. Der entstehende Text erzählt ihre Geschichte in verdichteter Form.
3. Musikalische Gestaltung: Parallel oder im Anschluss an den Text findet die Musik ihre Form. Melodien, Rhythmen und Harmonien entstehen im gemeinsamen Improvisieren, durch bekannte musikalische Strukturen oder durch freies Ausprobieren. Die Musik trägt die emotionale Stimmung des Textes und macht Gefühle hörbar und körperlich spürbar. Dabei orientiert sich die musikalische Gestaltung stets an den Möglichkeiten und Vorlieben der Klient:innen. Ein Lied kann ganz schlicht aus einer einzigen Melodie bestehen oder eine komplexere Form mit Strophen, Refrain, Bridge oder weiteren Teilen entwickeln.
4. Üben und Ausarbeiten: Sobald Text und Musik da sind, wird der Song wiederholt gespielt, gesungen und verfeinert. Melodien werden angepasst, Worte verändert, bis sich alles stimmig anfühlt. In dieser Phase wächst oft ein Gefühl von Identifikation: „Ja, das ist mein Lied.“. Der kreative Prozess vertieft sich, und das Lied wird zunehmend als eigenes Werk erlebt.
5. Aufführung oder Aufnahme: Das fertige Lied kann je nach Wunsch der Klient:innen gesungen, gespielt und/oder per Audio oder Video aufgenommen werden. Dadurch entsteht ein hörbares und erfahrbares Ergebnis des therapeutischen Prozesses. Durch die Wiederholbarkeit werden emotional stark aufgeladene Inhalte in kleinen Dosen und im eigenen Tempo integrierbar. Das wiederholte Anhören des eigenen Liedes kann zu einem inneren Anker und zu einem Symbol für Entwicklung, Selbstwirksamkeit und eigene Ressourcen werden. Mit der Außenwelt geteilte Aufführungen und Aufnahmen können diesen Prozess unterstützen, erfordern jedoch besondere Sorgfalt. Persönliche Lieder gehören zunächst in den geschützten therapeutischen Raum, da äußere Bewertungen verunsichern oder verletzen können.
6. Reflexion und Integration: Abschließend wird der Prozess gemeinsam reflektiert. Wir sprechen darüber, was während des musiktherapeutischen Songwritings erlebt wurde, welche Gefühle auftauchten und was das entstandene Lied für die Klient:innen bedeutet. Oft werden einzelne Songzeilen nochmals aufgegriffen. In dieser Phase kann das Erlebte eingeordnet und integriert werden und es wird geschaut, wie das Lied im Alltag unterstützend wirken kann.
Wichtig ist: Diese Schritte sind kein starres Modell. Sie können sich in verschiedener Reihenfolge und über mehrere Sitzungen entfalten oder in einer einzigen Sitzung durchlaufen werden. Der Songwriting-Prozess bleibt flexibel und lebendig und wächst mit der inneren Entwicklung der Menschen.
Mögliche Formen von Liedern
Im musiktherapeutischen Songwriting entstehen unterschiedliche Liedformen, deren Ausrichtung sich primär an inneren Zuständen, Entwicklungsphasen und therapeutischen Zielsetzungen orientiert und weniger an ästhetischen Vorgaben oder musikalischen Genres. Sie sind keine festen Kategorien, sondern beschreiben typische Qualitäten und Funktionen im therapeutischen Prozess.
Situations- und Alltagslieder greifen konkrete Lebensbezüge und Übergänge auf, strukturieren Zeit und verankern Erleben im Hier und Jetzt. Spiel-, Spaß- und Nonsens-Lieder fördern Spontanität, Spielfreude und den Abbau von Leistungsdruck und ermöglichen einen niederschwelligen Zugang zu Stimme, Körper und Beziehung. Herkunfts- und Identitätslieder thematisieren biografische und kulturelle Wurzeln und wirken identitätsstiftend. Klagelieder geben hochbelasteten inneren Zuständen Ausdruck und machen diffuse Affekte in musikalischer Form haltbar. Trostlieder unterstützen Beruhigung, Halt und Regulation, während Sehnsuchts- und Kraftlieder zukunftsorientiert sind und Motivation, Selbstvertrauen und innere Stabilisierung fördern.
Zusammenfassend sind Liedformen im musiktherapeutischen Songwriting fließend und wandelbar. Entscheidend ist nicht die Form an sich, sondern wie stimmig sie das aktuelle innere Erleben widerspiegelt und zur therapeutischen Situation passt. Das folgende Praxisbeispiel zeigt, wie sich diese Liedqualitäten im Prozess entfalten und ineinandergreifen können.
Praxisbeispiel: Drei Songwriting-Momente über zwei Jahre
Eine 31-jährige Patientin (Frau H.) mit wiederkehrender Depression, hoher innerer Anspannung und Essstörung wurde zunächst stationär und später über zwei Jahre ambulant musiktherapeutisch begleitet. Musiktherapeutisches Songwriting erwies sich dabei als zentrale Methode zur Emotionsregulation, zur Stärkung von Selbstwirksamkeit und zur Entwicklung neuer innerer Beziehungserfahrungen.
1. Klagelied – Gefühle hörbar machen: In einer Phase akuter emotionaler Überforderung entstand ein improvisiertes Klagelied. Getragen von einer stabilisierenden musikalischen Struktur in Form eines tiefen und gleichmäßigen Basstrommelrhythmus konnten stark selbstabwertende Gedanken erstmals ausgesprochen werden: „Ich bin überflüssig. Ich bin falsch. Ich bin nicht liebenswert.“ Das Lied wurde zu einem sicheren Gefäß, in dem diese inneren Zustände gehalten und gemeinsam ausgehalten werden konnten – ohne emotionale Überflutung und ohne Rückgriff auf destruktive Spannungsregulation.
2. Kraftlied – innere Elternschaft stärken: Im Anschluss lag der Fokus auf Stabilisierung und Integration. Die Patientin wandte sich ihrem inneren Kind zu und formulierte, begleitet von einem ruhigen und tragenden Klavierklang, tröstende und schützende Sätze. Diese wurden in einem wiederholbaren Kraftlied zusammengefasst und auf ihrem Handy aufgenommen. Der mantraartige Refrain mit einer einfachen Melodie – „Ich bin da. Und ich bleibe da. Ich fange dich auf. Du darfst vertrauen.“ – verkörperte Halt und Sicherheit, diente der Patientin als innerer Anker und unterstützte den Aufbau einer tragenden inneren Elternschaft. Frau H. hörte dieses Lied über längere Zeit immer wieder an. Durch diese
wiederholte Erfahrung konnte das darin enthaltene Wissen nicht nur kognitiv, sondern auch emotional und körperlich in ihrem gesamten System ankommen und verankert werden.
3. Abschiedslied – Loslassen einer Schutzstrategie: Zwei Jahre später schrieb die Patientin ein Lied, in dem sie sich von ihren Essanfällen verabschiedete, die ihr über lange Zeit als Schutz und Halt gedient hatten. Dieser Moment war besonders eindrücklich, da sie das Lied vollständig ohne meine Hilfe schrieb, es selbst sang und sich dabei am Klavier begleitete. Die Musik hatte Balladenform und die Stimmung war melancholisch und zugleich zuversichtlich. Der Abschied von den Essanfällen vollzog sich bewusst und respektvoll. In ihrem Lied sang sie: „You were my castle, my holding arms, my protector, my home.“ Das Lied markierte einen inneren Übergang, in dem Trauer, Dankbarkeit und Unsicherheit nebeneinander sein durften. Gleichzeitig entstand Raum für neue Formen der Selbstregulation.
Abschließende Gedanken
Manchmal stelle ich mir vor, wir seien alle eingebettet in ein großes weites Meer aus Musik. Aus Melodien, Rhythmen und Klängen. Dieses Musikmeer ist immer da, auch wenn wir es nicht bewusst hören. Songwriting ist für mich eine Möglichkeit, in diesem Musikmeer zu tauchen.
Ich schreibe fast täglich ein Lied und jedes Mal bleibt es ein kleines Wunder. Manchmal entsteht dieses Lied gemeinsam mit Menschen im Stimmcoaching oder in der Musiktherapie und manchmal für mich selbst. Fun Fact: Ich habe mich schon zweimal mit einem selbstgeschriebenen Lied beworben. Einmal für eine Musiktherapie-Stelle und einmal für meine Wohnung im Musikerhaus in Zürich. Beides hat geklappt. Offenbar funktionieren Songs ab und an besser als Lebensläufe.
Lieder entstehen aus dem, was gerade da ist: aus Freude und Sehnsucht, aus Traurigkeit und Hoffnung, aus dem, was gesagt werden will, oder gesungen werden muss, weil Worte allein nicht immer reichen.
Beim Schreiben dieses Artikels ist ein Lied entstanden. Ein Lied für Dich, liebe Leserin, lieber Leser. Vielleicht als Begleiter. Vielleicht als Einladung. Vielleicht als Erinnerung daran, dass auch in Dir ein eigener Song lebt.
Möge Dich dieses Lied ermutigen, Songwriting selbst auszuprobieren. Spielerisch, ohne Anspruch, ohne Ziel. Einfach als Möglichkeit, dir selbst näherzukommen.
SONGS ARE MY HOME
Songs are my home
When I feel alone
They hold me softly
They let me fly
Songs are my home
Where I can be free
I don’t have to hide
I can just be me
Songs are my home
My place to stay
I arrive in myself
When I let them play
Songs are my home
My yes, my no, my truth
I come back to life
Every time I sing
Hier kannst Du Dir das Lied direkt
anhören: https://www.youtube.com/watch?v=Hxw5U_2WYCY
Ingrid Lukas
(geb. 1984 in Estland) lebt und arbeitet in Zürich. Sie studierte Gesang und Pädagogik an der damaligen Hochschule für Musik und Theater Zürich (heute ZHdK) sowie Musiktherapie an der Universität der Künste Berlin. Als Sängerin veröffentlichte sie vier Alben und konzertiert seit 2008 international. Seit über 20 Jahren ist sie als Stimmcoach tätig. Als Musiktherapeutin arbeitete sie in der Schweizer psychosomatischen
Rehaklinik Barmelweid und ist seit 2019 im Sanatorium Kilchberg tätig. Seit 2026 ist sie Dozentin für „Stimme und Atem“ an der Zürcher Hochschule der Künste. Ingrid Lukas bietet Stimm- und Songwriting-Coachings in Zürich und online an sowie Workshops für Gruppen und Events.
www.ingridlukasmusic.com
www.instagram.com/ingrid.lukas.music
www.youtube.com/user/ingridlukas
contact@ingridlukasmusic.com
Ausgewählte Fachliteratur
Baker, F. A. (2015). Therapeutic songwriting: Developments in theory, methods, and practice. London: Palgrave Macmillan.
O’Callaghan, C. (1996). Lyrical themes in songs written by palliative care patients.
Journal of Music Therapy, 33 (2), 74–89.
Silverman, M. J. (2011). Effects of songwriting on depression and quality of life in adults with mental illness. Journal of Music Therapy, 48 (1), 44–67.
Aasgaard, T. (2001). An ecology of love: Aspects of music therapy in the pediatric oncology environment. Journal of Palliative Care, 17 (3), 177–181.
Lukas, I. (2018). Dem Schweigen ein Lied geben: Songwriting in der Musiktherapie mit einem Kind mit selektivem Mutismus. Unveröffentlichte Masterarbeit, Universität der Künste Berlin.
Eine ausführliche Literaturliste kann bei der Autorin erfragt werden.

